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Verfahren

DTF Transferfolie bedrucken – vom Druck zum Textil

DTF heißt Direct to Film: Gedruckt wird nicht auf das Textil, sondern auf eine Trägerfolie. Was dabei entsteht, ist ein fertiger Transfer, den Sie aufpressen, wann und auf was Sie wollen.

  • Unabhängig von der Textilfarbe – die weiße Schicht liegt darunter
  • Hotpeel: heiß abziehen nach etwa fünf Sekunden
  • Lagerfähig – pressen, wenn der Auftrag kommt

Wie das Verfahren arbeitet

Auf die Transferfolie kommen zuerst die Farben, darunter eine deckende weiße Schicht, die genau der Kontur Ihrer Grafik folgt. Darauf wird Kleber aufgebracht und fixiert. Fertig ist ein Transfer, der auf heller und dunkler Ware gleich aussieht.

Der Unterschied zum Flex- oder Flockdruck: Es wird nichts geschnitten und nichts entgittert. Feine Linien, Verläufe und Fotos sind damit kein Problem – der Aufwand hängt nicht von der Anzahl der Farben ab.

Welche Daten die Folie braucht

EPS oder PDF mit echten Pfaden sind die beste Vorlage: Die Konturen sind exakt definiert, die weiße Schicht sitzt punktgenau. Pixeldaten brauchen mindestens 300 dpi in der tatsächlichen Druckgröße.

Weiße Ränder – im Fachjargon weiße Blitzer – kommen fast immer von zu gering aufgelösten Pixeldaten: Am Rand stehen halbtransparente Bildpunkte vom Freistellen, zu hell für die Farbe und zu dunkel für den Hintergrund. Zoomen Sie in Ihrer Datei mit 400 bis 800 Prozent in eine Rundung: Was Sie dort sehen, sehen Sie später im Druck.

So pressen Sie auf

Die Werte gelten für unsere Folie und eine Presse, die hält, was ihre Anzeige verspricht. Die zweite Angabe in Klammern gilt für 100 % schwarzes Polyester, das bei 140 °C ausbluten würde.

  • Transfer zuschneiden und prüfen, ob noch Kleberückstände am Sheet sind.
  • Erste Pressung: 140 °C, 10 Sekunden, mittlerer Druck (schwarzes Polyester: 120 °C, 12 Sekunden).
  • Nach etwa 5 Sekunden die Folie heiß abziehen – vorsichtig und in einem Zug.
  • Nachpressen: 5 Sekunden bei 140 °C mit mittlerem Druck (schwarzes Polyester: 10 Sekunden bei 120 °C).

Bei schwierigen Stoffen vorher testen

Beschichtete, imprägnierte, stark strukturierte oder sehr elastische Stoffe – Softshell, Regenbekleidung, Nylon, Funktionsware – verhalten sich anders als ein Baumwoll-T-Shirt.

Machen Sie vor jeder Auflage einen Vortest am Originalmaterial: Probepressung auf ein Musterteil, auskühlen lassen, den Stoff dehnen, die Kanten ansehen, und einmal nach Pflegeetikett waschen. Passt alles, können Sie die Auflage beruhigt verarbeiten.

Häufige Fragen

Kurz beantwortet.

Was ist DTF-Druck?

Direct to Film: Die Grafik wird auf eine Transferfolie gedruckt, mit einer deckenden weißen Schicht darunter und Kleber darauf. Der fertige Transfer wird später mit Hitze auf das Textil gepresst – unabhängig von der Textilfarbe und ohne Schneiden oder Entgittern.

Mit welcher Temperatur presse ich den Transfer auf?

140 °C, 10 Sekunden, mittlerer Druck; bei 100 % schwarzem Polyester 120 °C und 12 Sekunden. Nach etwa 5 Sekunden lässt sich die Folie heiß abziehen, danach 5 Sekunden nachpressen.

Kann ich jeden Stoff mit DTF bedrucken?

Baumwolle, Mischgewebe und Polyester in der Regel ja. Bei beschichteten, imprägnierten oder sehr elastischen Stoffen gehört ein Vortest am Originalmaterial dazu – Probepressung, dehnen, waschen.

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